Donnerstag, 8. Juni 2017

{Neuzugänge} English, please!

Wie versprochen folgt hier mein zweiter Neuzugänge-Post für das Jahr 2017, dieses Mal mit den englischen Büchern. Wenn ich ganz ehrlich bin ist das Bild alles Andere als vollständig, da seither schon wieder ungefähr fünf weitere Bücher dazu gekommen sind, da allerdings noch mehr auf dem Weg zu mir sind, wird es wohl einfach schon bald den dritten Post geben...

Auch hier folgen die Bücher in keiner bestimmten Reihenfolge oder jedenfalls nicht chronologisch danach wann sie bei mir eingezogen sind...

Neverwhere von Neil Gaiman (Hörspiel) 
Dieses tolle Hörspiel habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks bekommen - herzlichen Dank an Penguin Randomhouse UK. Das Hörspiel ist richtig toll gemacht, nicht nur die Sprecher sind toll, ganz besonders James McAvoy, sondern auch die Effekte und natürlich die Geschichte, ich kann euch nur empfehlen mal reinzuhören. Meine Rezi findet ihr HIER.

Neverwhere von Neil Gaiman
Ja, mir hat das Hörspiel so gut gefallen, dass ich mir gleich noch das Buch geholt habe und dieses jetzt hoffentlich auch bald lesen werde. Obschon man beim Hörspiel der Geschichte ohne Probleme folgen kann, wurden dort wohl doch ein paar Dinge gekürzt und ich daher möchte ich mir unbedingt die Zeit nehmen auch das Buch noch zu lesen (und möglicherweise dazu auch das Hörspiel noch ein zweites Mal zu hören). 

Calamity von Brandon Sanderson
Schon etwa 1,5 Jahre sind vergangen seit Firefight auf Deutsch erschienen ist und für die deutsche Ausgabe von Calamity gibt es leider noch immer kein Erscheinungsdatum. Daher habe ich beschlossen das Warten endlich aufzugeben und mir das Buch einfach auf Englisch zu holen. Von der Ausgabe her passt es zumindest zu meinen anderen englischen Bücher von Brandon Sanderson und auf dem SuB wird es auch nicht lange liegen.

The Well of Ascension & The Hero of Ages von Brandon Sanderson
Auch ein paar weitere Bücher von Brandon Sanderson durften in den letzten Monaten bei mir einziehen. Nachdem der erste Teil der Mistborn-Reihe über zwei Jahre auf meinem SuB lag, habe ich im März endlich dazu gegriffen und kurz darauf durften die beiden Fortsetzungen bei mir einziehen. HIER kommt ihr zu meiner Kurzrezi zum ersten Teil und HIER zu meiner Kurzrezi zum zweiten Teil, welchen ich ebenfalls bereits verschlungen habe.

Dirk Gently's Holistic Detective Agency von Douglas Adams
Ich habe Ende letzten Jahres die Serie zu diesem Buch auf Netflix geschaut und absolut begeistert davon, richtig schön verrückt, weshalb nun Anfang dieses Jahres auch das erste Buch der Dirk Gently-Trilogie (?) bei mir einziehen durfte. Ich bin sehr gespannt darauf, besonders da ich gelesen habe, dass die Serie und die Bücher sehr unterschiedlich sind.

A Darker Shade of Magic von V.E. Schwab
Dieses Buch ist vor kurzem auch auf Deutsch erschienen und eigentlich hatte ich ursprünglich vor mir die deutsche Ausgabe zu kaufen, doch dann habe ich das Buch zufällig günstig gebraucht entdeckt und so ist es nun doch in der Originalsprache bei mir eingezogen. Die Geschichte mit den vier verschiedenen Versionen von London klingt jedenfalls super spannend und ich freue mich schon sehr darauf. 

Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay von J.K. Rowling
Mir hat der Film "Fantastic Beasts and Where to Find Them" richtig gut gefallen, ich war sogar zwei mal im Kino und da kommt es wohl als keine grosse Überraschung, dass die Buchversion des Drehbuchs auch bei mir einziehen durfte. Das Buch ist echt wunderschön gestaltet und ich bin gespannt ob es als Buch genauso magisch ist wie der Film.

Exit West von Mohsin Hamid
Dieses Buch habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks bekommen - nochmals herzlichen Dank an Penguin Randomhouse UK! Ich fand das Thema klang einfach super spannend und habe das Buch auch bereits gelesen. Es ist sehr aussergewöhnlich und regt stark zum Nachdenken an, mehr dazu findet ihr auch HIER in meiner Rezension.

The Song Rising von Samantha Shannon
The Song Rising ist auch wieder eines dieser Bücher, bei der ich nicht auf die deutsche Übersetzung warten konnte/wollte. Das Buch ist im März erschienen und ich hatte es vorbestellt und wollte es eigentlich lesen, sobald es hier eintrifft da ich unbedingt wissen muss wie die Geschichte von Paige weitergeht, doch ich hatte ein paar Probleme mit meiner Bestellung und obwohl es jetzt doch schon ein paar Wochen in meinem Regal steht bin ich leider noch nicht dazu gekommen es zu lesen.

Ich habe echt das Gefühl ich lese in letzter Zeit viel mehr auf Englisch als auf Deutsch. Geht das sonst noch jemandem so?
Obschon wohl noch immer eine Mehrheit meiner ungelesenen Bücher auf Deutsch ist, greife ich viel öfters zu englischen Büchern und ich denke daher kaufe ich auch mehr englische Bücher...

Ich hätte auch schon wieder einen ziemlichen Stapel an Neuzugängen zusammen, wobei ich mir jetzt aber vorgenommen habe die nächsten ca. 1,5 Monate, bis ich in die Ferien gehe, keine Bücher mehr zu kaufen. Wünscht mir Glück! ;)

Ich hoffe ihr habt alle einen tollen Tag!
Liebe Grüsse,

Mittwoch, 31. Mai 2017

{Rezension} Exit West von Mohsin Hamid

Quelle
Als Nadia und Saeed sich kennen lernen wird ihre Heimat zwar von Krieg bedroht, doch ihr Leben ist dadurch noch nicht besonders stark betroffen. Doch während sich die beiden immer näher kommen verschlechtert sich die Situation in ihrer Heimatstadt immer mehr und offener Krieg bricht aus. Gleichzeitig tauchen auf der ganzen Welt immer mehr mysteriöse Türen auf welche zu den unterschiedlichsten Orten führen. Auch Nadia und Saeed haben von diesen Türen gehört doch während sie anfangs diesen Geschichten nicht wirklich Glauben schenken, scheinen diese Türen irgendwann ihre letzte Chance zu entkommen...
Exit West ist ein absolut ungewöhnliches Buch und ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Dennoch hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Ich konnte mir ehrlich gesagt nicht besonders viel darunter vorstellen, doch ich war gespannt auf diese Geschichte welche die sehr aktuelle Flüchtlingsthematik mit diesem fantastischen Element der Türen verbindet. Auch nach dem Lesen gelingt es mir nicht so wirklich dieses Buch zu beschreiben und so kann ich nur schon mal sagen, dass falls das Folgende eure Interesse auch nur ein bisschen weckt, ihr unbedingt einfach mal reinlesen solltet. 

Die Geschichte von Nadia und Saeed beginnt in einer Stadt wohl irgendwo im Nahen oder Mittleren Osten, deren Namen jedoch nie genannt wird. Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Nadia als auch von Saeed erzählt und mir hat sehr gut gefallen, dass bereits auf den ersten Seiten so einige Stereotypen über den Haufen geworfen werden. So ist Nadia beispielsweise eine sehr unabhängige junge Frau die Motorrad fährt und alles andere als gläubig ist, obschon sie sich in der Öffentlichkeit komplett verhüllt. 

Doch obschon es dem Autor sehr gut gelingt Nadia und Saeed direkt menschlich und authentisch wirken zu lassen und es mir sehr gut gefallen hat, nicht nur zu erleben wie sich die Beziehung der beiden entwickelt, sondern wie sich auch ihr gesamtes Leben verändert, während ihre Stadt immer mehr zum Kriegsschauplatz wird, fiel es mir doch lange schwer einen Zugang zu ihnen zu finden. Ich fühlte mich eher wie ein aussenstehender Beobachter. Dies lag möglicherweise auch etwas am Schreibstil des Autors, es gibt in dem Buch nämlich kaum Dialog und stattdessen teilweise fast seitenlange Sätze. 

Leider habe ich mich manchmal von der Länge der Sätze etwas ablenken lassen, obschon diese eigentlich nicht zu kompliziert oder verschachtelt waren, sondern der Autor richtig toll und atmosphärisch schreibt. Der Autor beschreibt die Geschehnisse sehr realistisch und obschon das Buch eigentlich sehr kurz ist passiert darin unglaublich viel. Allein der schleichende Ausbruch des Krieges wird auf sehr eindrückliche und erschreckende Art geschildert. Die Geschichte nimmt auch einige Wendungen die ich anfangs nie erwartet hätte und mit der Zeit hatte ich dann auch mehr das Gefühl einen Zugang zu Nadia und Saeed zu finden. 

Dem Autor ist es besonders durch das Element der Türen gelungen ein sehr aktuelles und allgegenwärtiges Thema auf eine ungewöhnliche und doch irgendwie glaubwürdige Weise zu schildern. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und wirft viele Fragen auf, die man sich so vielleicht noch nie gestellt hat, dabei wirkt es jedoch nie belehrend oder als würde einem eine gewisse Sichtweise aufgedrängt. 
Exit West befasst sich auf ungewöhnliche Weise mit einem sehr aktuellen Thema. Das Buch ist kein Page-Turner, man muss sich Zeit lassen beim Lesen, es teilweise auch mal zur Seite legen, denn es ist keine leichte Kost und regt sehr zum Nachdenken an. Es lohnt sich auf jeden Fall am Anfang dran zu bleiben auch wenn es eher schwer fällt einen Zugang zu den Charakteren zu finden, denn Nadia und Saeeds Geschichte hält auch einige Überraschungen bereit. 
 Titel: Exit West
Autor: Mohsin Hamid
Erschienen: 1. März 2017
Seitenzahl: 230 Seiten
ISBN: 9780241290088
Mohsin Hamid writes regularly for The New York Times, the Guardian and the New York Review of Books, and is the author of The Reluctant Fundamentalist, Moth Smoke,How to Get Filthy Rich in Rising Asia and Discontent and its Civilisations. Born and mostly raised in Lahore, he has since lived between Lahore, London and New York. His next novel, Exit West, will be published by Hamish Hamilton in spring 2017. (Quelle: Penguin UK)

Donnerstag, 25. Mai 2017

{Neuzugänge} Deutsche Bücher





















Ich habe meine Neuzugänge-Posts dieses Jahr bisher schrecklich vernachlässigt. So sehr, dass ich euch noch keinen einzigen meiner Neuzugänge aus diesem Jahr bisher vorgestellt habe. Dabei ist in den ersten knapp fünf Monaten dieses Jahres schon einiges zusammengekommen. Daher erwartet euch nach diesem Post auch in den nächsten Tagen direkt noch ein ähnlich grosser Stapel mit englischen Neuzugängen! 

Die Bücher folgen keiner bestimmten Reihenfolge:

Unsterblich - Tod der Ewigkeit von Julie Kagawa
Ich habe lange darauf gewartet, dass der dritte Teil dieser Vampir-Dystopie von Julie Kagawa endlich auf deutsch übersetzt wird und so durfte das Buch auch direkt zum Erscheinen bei mir einziehen. Gelesen habe ich es leider noch nicht, aber meine Rezis zu den vorherigen Teilen findet ihr HIER & HIER.  

Der goldene Kompass von Philip Pullman
Hier habe ich leider bisher weder das Buch gelesen noch den Film gesehen aber da ich schon sehr viel Gutes über die Trilogie gehört habe, habe ich mir das Buch gekauft als ich es günstig gebraucht fand.

Die Beschenkte von Kristin Cashore
Auch dieses Buch habe ich günstig gebraucht gekauft, ich hatte es vor einigen Jahr bereits einmal gelesen und kann mich jedoch kaum mehr daran erinnern, ausser das ich es toll fand. Ich hoffe ich finde bald mal Zeit für einen re-read. 

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten von Becky Chambers
Eigentlich lese ich ja nicht so viel Science-Fiction aber das Buch konnte durch den tollen Titel meine Aufmerksamkeit gewinnen und der Klappentext klingt auch echt gut. Ich freue mich auch etwas mehr in mir unbekannte Genres einzutauchen. 

Skulduggery Pleasant - Das Sterben des Lichts von Derek Landy
Dieser Titel klingt ja mal super dramatisch! Ich habe allerdings keine Ahnung was es damit auf sich hat und will es ehrlich gesagt auch nicht wissen, denn im Moment lese ich gerade erst den 6. Teil. Dennoch bin ich froh nun die Reihe (bis den neuen 10. Teil) komplett zu haben, da mich die Reihe bisher nie enttäuscht hat. 

Die Lügen des Locke Lamora von Scott Lynch
Dieses Buch wurde mir im Buchladen von einem Verkäufer wärmstens empfohlen und klang so gut, dass es unbedingt gekauft werden musste. Ich hoffe ja, dass es ein bisschen wie "Mistborn" von Brandon Sanderson sein könnte. 

Eis wie Feuer von Sara Raasch
Durfte als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal bei mir einziehen - herzlichen Dank an den Verlag. Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung zu Schnee wie Asche gefreut, jedoch konnte mich dieser Teil nicht mehr so überzeugen wie  noch der Erste. Meine Rezi findet ihr HIER.

Caraval von Stephanie Garber
Auch Caraval durfte bei mir als eine Rezensionsexemplar einziehen - auch hier herzlichen Dank an den Verlag. Auch wenn ich den Hype um dieses Buch gewissermassen verstehen kann, da eine ziemlich interessante Idee dahinter steckt, hatte ich doch ein paar Probleme mit dem Buch. Meine Rezi gibts HIER.

Digby #02 - Zu cool zum Sterben von Stephanie Tromly
Ich habe schon lange keiner Fortsetzung mehr so entgegengefiebert wie es bei Digby #02 der Fall war, auch hier einen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. In diesem Fall hat mich die Fortsetzung auch alles andere als enttäuscht sondern war noch immer genauso lustig, abgedreht und spannend wie der erste Teil. Zu meiner Rezi geht es HIER.

Nova & Avon - Mein böser, böser Zwilling von Tanja Voosen
Nova & Avon ist das erste Kinderbuch von Tanja und da mich ihre Contemporary Romane bisher immer überzeugen konnten (und das Buch echt traumhaft aussieht) durfte es auch direkt zum Erscheinungstermin bei mir einziehen. Es wurde auch bereits gelesen und für absolut gelungen empfunden, meine Kurzrezi gibts HIER.

P.S. I Still Love You von Jenny Han
Nachdem mich To All the Boys I've Loved Before absolut begeistern konnte (Rezi gibts HIER) durfte natürlich auch der zweite Teil bei mir einziehen. Ich habe das Buch jedoch gespart da es für mich ein typisches Sommerbuch ist. Wenn das Wetter jedoch hält wird es nun bestimmt bald verschlungen. 

Götterfunke - Liebe mich nicht von Marah Woolf
Dieses Buch durfte aufgrund meiner unüberwindbaren Schwäche für Jugendbücher mit mythologischen Elementen (besonders griechische Mythologie) als Rezensionsexemplar bei mir einziehen - herzlichen Dank an den Verlag. Insgesamt war es mir oftmals etwas zu oberflächlich doch auch sehr kurzweilig, meine Rezi findet ihr HIER.

Nur drei Worte von Becky Albertalli
Über dieses Buch habe ich so unglaublich viel Gutes gehört und dann soll es auch noch verfilmt werden! Als ich es total günstig gebraucht gefunden habe, habe ich daher keine Sekunde gezögert und es durfte bei mir einziehen. Ich glaube das wird auch ein richtig super Sommerbuch.

So, dass waren (fast) alle meine deutschen Neuzugänge aus den ersten fünf Monaten des bisherigen Monates, aber keine Angst es sind auch noch einige englische Bücher bei mir eingezogen und zudem sind auch noch einige auf dem Weg zu mir... Ja ich glaube das Wachstum meines SuB ist nicht aufzuhalten...

Kennt ihr eines der Bücher? Welches muss ich unbedingt als Erstes lesen? 
(Bitte nehmt mir diese Entscheidung ab...xD)

Ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag!

Samstag, 20. Mai 2017

{Rezension} Caraval von Stephanie Garber

Quelle
Schon seit sie als kleines Kind von ihrer Grossmutter Geschichten über Caraval erzählt bekommen hat, hat Scarlett davon geträumt das Festival selbst einmal zu besuchen. Jedes Jahr hat sie darauf gehofft, dass Caraval auf ihre Insel kommen würde und hat Legend, dem geheimnisvollen Veranstalter von Caraval, Briefe geschrieben. Doch nie ist ihr Wunsch wahr geworden und nun soll Scarlett schon bald heiraten und so schreibt sie einen letzten Brief an Legend. Zu ihrer Überraschung erhält sie tatsächlich eine Antwort und wird von Legend persönlich eingeladen. Als das Spiel jedoch beginnt und ihre Schwester Tella entführt, wird aus dem Spiel schnell bitterer Ernst...
Caraval hat mein Interesse besonders durch den Schauplatz dieses mysteriösen, magischen Spiels, in welchem man nicht weiss, was echt ist und was Täuschung, gewonnen und dieses Spiel war es schliesslich auch, was mir an dem Buch am besten gefallen hat. Caraval erinnert ein bisschen an einen Zirkus oder ein Theater, doch die Besucher müssen sich nicht damit begnügen zuzuschauen sie können sich auch dafür entscheiden mitzuspielen und dabei sogar einen tollen Gewinn, in Form eines Wunsches, erhalten.

Was märchenhaft klingt stellt sich jedoch schnell als ziemlich gefährlich heraus, denn obschon Scarlett, bevor sie das Spiel betritt, immer wieder eingeschärft wird, dass alles nur eine Illusion ist, ist doch bereits mindestens eine Person während dem Spiel gestorben. Durch den mysteriösen Schauplatz und der Tatsache, dass man sich als Leser genauso wie Scarlett nie ganz sicher sein kann, was nun echt ist, baut sich schnell Spannung auf. Durch die Wendungen, welche das Spiel bereithält, wird die Geschichte auch nie langweilig und ich habe ständig mit Scarlett mitgefiebert, dass sie ihre Schwester wieder findet.

Aber hier kommen wir leider schon zu meinen Problemen mit dem Buch. Ich mag es eigentlich sehr, wenn in Büchern die Beziehungen von Schwestern so im Zentrum stehen, wie es hier der Fall ist und ich konnte gewissermassen Scarletts Sorge um ihre Schwester auch verstehen, aber irgendwann wurde es einfach zu viel, besonders da Tella eigentlich nur ein Jahr jünger ist als Scarlett und Scarlett selbst oftmals sehr naiv wirkt. 

Zudem erfährt man kaum etwas über Tella, da sie ziemlich früh in der Geschichte verschwindet und das, was man über sie erfährt lässt sie nicht besonders sympathisch erscheinen. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nur bedingt begeistern, auch wenn mir Julian grundsätzlich sympathisch war. Ich mochte, dass seine Figur lange sehr mysteriös bleibt und mir hat auch gut gefallen, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Scarlett entwickelt hat. 

Etwas was mich eher hintergründig durchgehend etwas gestört hat war, dass während Caraval ein richtig toller Schauplatz ist, man kaum etwas über die restliche Welt erfährt. Man erfährt zwar ein bisschen etwas über die Insel auf der Scarlett und Tella leben, aber ich konnte mir kaum ein Bild der Welt machen. Auch wie die Magie in dieser Welt funktioniert wird leider nie erklärt und so wirkt es teilweise fast zu praktisch wie diese wirkt.

Die Geschichte ist insgesamt super unterhaltsam und wird nie langweilig. Allerdings haben mir gewisse Wendungen am Ende des Buches gar nicht gut gefallen da mir einiges zu weit hergeholte wirkte und auch einige Figuren ziemlich unsympathisch gemacht hat, weshalb ich schlussendlich doch eher enttäusch war von Caraval.
Caraval konnte meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllen. Die Geschichte war zwar durchgehend unterhaltsam und Caraval ein magischer und ungewöhnlicher Schauplatz, doch blasse Charaktere sowie zu wenig Erklärung zu der Welt und der Magie darin haben mein Lesevergnügen etwas getrübt. Zudem konnten mich gewisse Wendungen zwar positiv überraschen, doch am Ende wirkte doch einiges einfach etwas unlogisch. 
 Titel: Caraval
Autorin: Stephanie Garber
Übersetzerin: Diana Bürgel
Verlag: ivi
Erschienen: 20. März 2017
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3-492-70416-8

Stephanie Garber wuchs in Kalifornien auf, wo sie oft mit Anne Shirley, Jo March und anderen Romanfiguren mit ungezügelter Vorstellungskraft verglichen wurde. Neben ihrer Arbeit als Autorin ist sie Lehrkraft für Kreatives Schreiben und träumt von ihren nächsten großen Abenteuern. Sie wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem Legend ihr eine Eintrittskarte für Caraval schickt. (Quelle: ivi Verlag)

Mittwoch, 3. Mai 2017

{Rezension} Digby #02 - Zu cool zum Sterben von Stephanie Tromly

Quelle
*Warnung: Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil einer Trilogie, die Rezension enthält Spoiler für den ersten Teil!*
Fünf Monate sind vergangen seit dem Kuss an der Bushaltestelle und Digby hat die ganze Zeit nichts von sich hören lassen. Doch jetzt ist er plötzlich wieder da und Zoes Leben, welches in den letzten paar Monaten richtig schön normal, wird wieder auf den Kopf gestellt. Eigentlich lief es richtig gut für Zoe, sie hat einen richtig süssen und beliebten Freund und auch ein paar komplett normale Freundinnen, doch natürlich kann sie nicht nein sagen, als Digby sie wieder in seine Ermittlungen einspannt. Irgendwie haben ihr das Chaos und der Nervenkitzel vielleicht sogar ein bisschen gefehlt...
Kennt ihr das, wenn man während dem Lesen von einem Buch total begeistert ist aber nachdem man es beendet hat bekommt man immer mehr das Gefühl, dass es doch nicht so toll war? Mir ist mit dem ersten Teil von Digby genau das Gegenteil passiert. Schon während dem Lesen hat mir das Buch nicht schlecht gefallen, ich habe den Humor geliebt und fühlte mich super unterhalten. In den Monaten die seither vergangen sind, ist meine Begeisterung jedoch nur noch gewachsen und ich habe diesem zweiten Teil entgegengefiebert wie kaum einem anderen Buch. 

Meine Erwartungen waren natürlich dementsprechend hoch, doch ich wurde nicht enttäuscht. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt bezieht sich auf das merkwürdige Liebesdreieck (oder Viereck?), welches einfach echt nicht nötig gewesen wäre, da wohl jedem klar sein dürfte, dass Zoe nicht wirklich mit dem langweiligen Austin zusammengehört. Auch die Sache mit Digby und Bill hat für mich einfach nicht gepasst. Ich hätte Zoe und Digby am liebsten angeschrien, dass sie doch endlich zusammenkommen sollen. 

Was mir aber super gefallen hat war, dass in diesem Teil Zoe und Digby nicht mehr die einzigen Figuren sind, welche glänzen. Auch Figuren wie Sloane und Henry, welche im ersten Teil noch eher flach blieben sind mir hier total ans Herz gewachsen. Felix ist und bleibt natürlich super süss. Digby und Zoe sind natürlich trotzdem noch immer das absolut beste Team. Die beiden ergänzen einander einfach super. Beide sind super sympathisch und ziemlich verrückt. Digby ist und bleibt mit seinem direkten und teilweise nicht sehr höflichen Auftreten total unmöglich, doch Zoe kann ihm locker die Stirn bieten. 

Die Dialoge, besonders zwischen Digby und Zoe, sind wieder wirklich toll und total humorvoll, die beiden sind einfach super schlagfertig. Doch nicht nur die Dialoge sind lustig, Zoe und Digby (und teilweise auch Sloane, Henry und Felix) schlittern wieder von einer total abgedrehten und verrückten Situation in die nächste. Die Geschichte ist dadurch natürlich nicht unbedingt realistisch, aber dafür umso lustiger und macht einfach extrem viel Spass zu lesen. Allerdings gibt es in der Geschichte auch ernste Momente besonders, wenn man bedenkt, dass Digby eigentlich die Entführung seiner eigenen Schwester aufzuklären versucht.

Hier kann man möglicherweise auch sehen, dass das Buch ein kleines bisschen unter dem Mittelteilsyndrom leidet, denn während man doch viel Neues erfährt über das Rätsel rund um Sally bleibt auch irgendwie immer klar, dass noch nicht alles aufgelöst werden kann, da schliesslich noch ein Teil folgt und so blieb auch das Ende etwas enttäuschend für mich. Dennoch hat Stephanie Tromly es wieder geschafft mich mit verschiedenen Wendungen zu überraschen und ich bin super gespannt was uns im dritten Teil noch alles erwartet. 
Genau wie schon der erste Teil hat Digby #02 einfach super viel Spass gemacht und ist wieder eines dieser Bücher, welche man am liebsten direkt in einem Rutsch lesen würde. Zoe, Digby und ihre Freunde stolpern von einer irrwitzigen Situation in die nächste und teilweise bekommt man beim Lesen richtige Lachanfälle. Doch es gibt auch ernste Momente und während gewisse Figuren im ersten Teil noch etwas stereotypisch blieben, erhalten sie hier zusätzliche Tiefe. Auch wenn das Buch etwas unter dem Mittelteilsyndrom leidet konnte mich die Autorin mit einigen Wendungen überraschen. Der dritte Teil kann nicht schnell genug kommen. 
 Titel: Digby #02 - Zu cool zum Sterben
Originaltitel: Trouble Makes a Comeback
Autorin: Stephanie Tromly
Übersetzerin: Sylke Hachmeister
Verlag: Oetinger
Erschienen: 20. März 2017
Seitenzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3-7891-4810-1
Stephanie Tromly, in Manila auf den Philippinen geboren, in Hongkong aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Universitätsabschluss als Drehbuchautorin in Los Angeles. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie in Winnipeg. Die sarkastisch, frisch und witzig erzählten Geschichten von Digby sind ihr erfolgreiches Debüt im Jugendbuch-Bereich. (Quelle: Oetinger Verlag)

Montag, 17. April 2017

{Comics} Neuzugänge und Empfehlungen



















Willkommen zu einem weiteren Comic-Post! :)
Inzwischen sind doch schon ein paar solche Posts hier online gegangen, wenn auch nie besonders regelmässig. Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass ich es aufgegeben habe euch meine Comic-Neuzugänge zu zeigen und direkt dazu übergegangen bin euch zu zeigen, was ich so gelesen habe und gleichzeitig ganz kurz meine Meinung zu den jeweiligen Comics abzugeben. Ich hoffe ihr mögt diese "Format". Wie schon letztes Mal verlinke ich zusätzlich auch noch zu meinen Minirezis auf Goodreads.


Silk aka Cindy Moon wurde damals von derselben Spinne gebissen wie Peter Parker (aka Spider-Man), jedoch war sie seither jahrelang in einem Bunker eingesperrt. Sie ist erst vor kurzem entkommen und versucht nun ihr Leben in den Griff zu bekommen und ihre Familie wieder zu finden. Silk war super sympathisch und man erfährt hier eigentlich ihre gesamte Hintergrundgeschichte. Da sie eine ziemlich neue Figur ist und dies ihre erste eigene Reihe ist das Comic auch wirklich gut für Comic-Newbies geeignet, so lange ihr wisst wer Spider-Man ist, solltet ihr die Geschichte eigentlich ohne Probleme verstehen. 

Was mir an diesem Comic richtig gut gefällt ist, dass es nicht in derselben "Welt" spielt wie die meisten anderen Comics von Marvel. In dieser Welt wurde Gwen Stacy von einer radioaktiven Spinne gebissen und nicht Peter Parker, daher ist sie nun die "Spider-Woman" dieser Welt. Man trifft in diesem Comic auch auf einige interessante Versionen anderer bekannter Figuren, wie Captain America. Die Geschichte ist jedoch teilweise etwas verwirrend und schwierig zu folgen, zudem sollte  man wohl das Marvel Universum schon etwas kennen um wirklich alles zu verstehen. Ich würde auch empfehlen nicht mit diesem Volume anzufangen (auch wenn es Volume 1 ist), denn es gibt noch ein Volume 0 "Most Wanted?", welches ich in meinem letzten Comic-Post vorgestellt habe.

 Eigentlich steht hier dieser Teil stellvertretend für die gesamte dreiteilige Secret Avengers Reihe, allerdings hatte ich die anderen Volumes gerade nicht zur Hand, da sie eigentlich meiner Schwester gehören und ich sie nur ausgeliehen hatte. Alle drei Teile sind super humorvoll und toll geschrieben. Auch wenn es um ein Team geht ist die Geschichte nicht verwirrend, da eigentlich alle Figuren ihre eigenen Missionen haben (und dadurch auch nie jemand überflüssig wirkt) und zudem die Charaktere viele auch aus den Filmen bekannt sind, also auch für Neulinge geeignet. Ausserdem sind die Figuren auch alle echt toll und habe ich schon den super Humor erwähnt?


Suicide Squad - Kicked in the Teeth 
Suicide Squad habe ich gelesen als Vorbereitung auf den Film und ich muss sagen, dass Comic hat mir ähnlich gut gefallen wie der Film. Die Idee dahinter war einfach viel besser als die Umsetzung. Ein Team aus Bösewichten welches gezwungen wird "Gutes" zu tun klingt nach viel Potential für spannende Geschichten doch leider fand ich diese hier nur mittelmässig und auch die Charaktere blieben grösstenteils ziemlich flach. Zumindest Harley, Deadshot und El Diablo waren eigentlich ziemlich interessant und das Gute ist auch, dass man die Geschichte gut versteht ohne die Figuren vorher zu kennen.

Black Widow - The Tightly Tangled Web & Last Days
Ich denke die meisten kenne Black Widow wohl aus den Filmen als ein Mitglied der Avengers, doch hier wird ihre eigene Geschichte erzählt und man lernt ihre Figur noch um einiges besser kennen. Bei den beiden Teilen hier handelt es sich um den zweiten und dritten (und gleichzeitig letzten) Teil dieser Reihe und natürlich würde ich euch sehr empfehlen mit dem ersten Teil anzufangen damit ihr alles versteht. Alle drei Teile sind aber echt toll. Man erfährt auch einiges über Natashas Vergangenheit und auch wie sie gewisse Dinge wieder gut zu machen versucht. Die Geschichte wird teilweise auch echt emotional. Ausserdem sind die Zeichnungen echt auch wunderschön es lohnt sich eigentlich schon nur deswegen mal reinzuschauen. 






















Die ersten beiden Bände von "The Wicked + The Divine" habe ich bereits in früheren Comic-Posts vorgestellt und ich bin noch immer genauso begeistert von der Reihe. Hier geht es mal nicht um Superhelden sondern um Götter. Allerdings sind diese Götter hier Popstars und sie haben auch nur zwei Jahre zu leben. Mehr will ich gar nicht verraten denn vieles ist in der Reihe anfangs sehr mysteriös und rätselhaft und noch immer weiss man vieles nicht. Dafür gibt es viele überraschende Wendungen und richtig fiese Cliffhanger, die dafür sorgen, dass der nächste Teil jeweils nicht genug schnell erscheinen kann. Zudem sind auch die Zeichnungen und besonders die leuchtenden Farben richtig toll. 

Saga ist vermutlich die beliebteste Comic-Serie überhaupt oder zumindest die Reihe, die mir am häufigsten empfohlen wurde. Ehrlich gesagt war ich anfangs dennoch (oder vielleicht auch gerade deswegen) eher skeptisch da ich das Gefühl hatte nur enttäuscht werden zu können. Das ist zum Glück jedoch nicht geschehen und mir hat der erste Teil dieser Reihe richtig gut gefallen. Ich hatte ein paar kleine Kritikpunkte, besonders da mir in diesem Teil vieles noch etwas gehetzt vorkam aber insgesamt gefiel mir die ganze Welt super, die Charaktere sind sehr interessant und die Zeichnungen auch echt toll. 

Empfehlung:
Comics wie Sage und The Wicked + The Divine sind meiner Meinung nach auch super für Leute geeignet die neu anfangen Comics zu lesen, da diese Geschichten nicht in einem riesigen Universum aus Comics spielen und es beispielsweise nicht ständig Überschneidungen mit anderen Geschehnisse und anderen Figuren gibt (auch wenn das natürlich auch einer der Reize des Marvel oder DC Universums ist). Alles was man lesen (und kennen) muss ist der Titel selbst.  
Zudem zeigen solche Titel auch wie vielfältig Comics sein können und es nicht immer nur um Superhelden gehen muss. Daher würde ich euch auch den Verlag Image Comics (aus dem Saga und The Wicked + The Divine stammen) sehr empfehlen. Allerdings möchte ich euch auch noch darauf hinweisen das gerade Saga und The Wicked + The Divine nicht unbedingt für Kinder geeignet sind. 


In einem meiner Post zu meinen Lieblingsfernsehserien habe ich Orphan Black bereits kurz vorgestellt und hier geht es nun um ein Comic zu der Serie, welches jedoch nicht dieselben Ereignisse erzählt, die man schon gesehen hat, sondern eine Geschichte erzählt auf die in der Serie immer mal wieder angespielt wird, bei der man aber nie ganz alles erfährt. 
Ich kann das Comic Fans der Serie echt nur empfehlen. Es ist eine tolle Ergänzung zu der Serie und überbrückt auch etwas die lange Wartezeit auf die letzte Staffel. Mir hat besonders gut gefallen, dass man etwas mehr über Veera/M.K. erfährt. Mein einziger grösserer Kritikpunkt bezieht sich auf die Zeichnungen, die es teilweise etwas schwer machten die Klone als solche zu erkennen, besonders diejenigen, die man nicht schon aus der Serie kennt. 

Ich hoffe ich konnte euch vielleicht auf das ein oder andere Comic neugierig machen. :)
Falls ihr irgendwelche Fragen oder Anmerkungen und sonst etwas habt, was ihr loswerden möchtet freue mich natürlich immer sehr über Kommentare. 

Ganz liebe Grüsse,

Samstag, 11. März 2017

{Rezension} Neverwhere von Neil Gaiman (Hörspiel)

Quelle
Richard Mayhew führt in London eigentlich ein ganz gewöhnliches Leben bis er eines Tages auf die verletzte Door trifft und einwilligt ihr zu helfen. Durch diese Tat wird er plötzlich in ein ganz anderes London katapultiert, welches voller Gefahren ist. Denn Door wird von zwei Mördern gejagt, welche bereits ihre Familie auf dem Gewissen haben. Gemeinsam machen sich Richard, Door und ihre Verbündeten auf die Suche nach einem Engel namens Islington, welcher Door helfen soll ihre Familie zu rächen und Richard sein altes Leben zurück zu erhalten...
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich ziemlich ahnungslos an dieses Hörspiel herangegangen bin. Ich kannte das Buch zuvor nicht, auch wenn ich durchaus andere Bücher von Neil Gaiman gelesen habe, und ich wusste auch nicht genau wie ich mir ein Hörbuch welches nicht vorgelesen, sondern eigentlich eher gespielt wird vorstellen sollte. Das Hörspiel kommt komplett ohne Erzähler aus, sondern besteht ausschliesslich aus den Dialogen der Figuren und Soundeffekten, welche das Geschehen unterstreichen. Man hat wirklich fast das Gefühl einen Film zu schauen, ausser dass man sich die Bilder selbst vorstellen muss.

Durch die Tatsache, dass es hier keinen Erzähler und somit auch keine Beschreibungen oder Erklärungen gibt, muss man sich beim Hören doch ziemlich konzentrieren um wirklich alles mit zu bekommen und man sollte zudem auch über gute Englischkenntnisse verfügen, da es ansonsten schwierig werden könnte der Geschichte zu folgen. Wenn jedoch diese Voraussetzungen gegeben sind, dann versinkt man innert kürzester Zeit komplett in der Geschichte. Dadurch, dass die Darsteller ausnahmslos alle ihre Rolle richtig toll sprechen und auch die Soundeffekte richtig gut gemacht sind, hatte ich auch keinerlei Probleme mir die Geschehnisse während dem Hören vorzustellen. 

Die Geschichte ist zudem richtig spannend und wenn das Hörspiel nicht in Episoden aufgeteilt wäre, deren Anfang und Ende immer klar ersichtlich sind, dann hätte ich wohl gar nicht gemerkt, wie die Geschichte nur so an mir vorbeizieht. Sie ist durchgehend spannend, fesselnd, überraschend und sehr temporeich. Mein wohl einziger wirklicher Kritikpunkt ist dabei auch, dass teilweise durch das hohe Tempo gewisse Geschehnisse etwas gehetzt wirkten und es auch etwas schwierig war zu den Nebenrollen einen Zugang zu finden, wenn diese teilweise nur ein paar Minuten lang vorkamen. 

Die Hauptfigur Richard war mir dafür sofort super sympathisch und es ist als Hörer sehr angenehm die Geschichte aus seiner Sicht zu erleben, da für ihn die ganze Welt von London Below genauso neu ist. Richards Reaktionen auf die teilweise sehr skurrile Welt, die sich ihm eröffnet machem es einem leicht sich mit ihm zu identifizieren. Zudem hat er einen richtig tollen trockenen, sarkastischen Humor, der mich immer zum Grinsen brachte. Nicht zuletzt mochte ich James McAvoy als Sprecher sehr, er spielt die Rolle super und auch sein Akzent ist richtig toll. 

Weitere wichtige Rollen sind unter anderem von Natalie Dormer (Door), David Harewood (Marquis), Sophie Okonedo (Hunter) und Benedict Cumberbatch (Islington) gesprochen und ich fand nicht nur ihre Figuren sehr interessant, sondern fand auch alle sehr gut in ihren Rollen. Falls Neverwhere irgendwann mal verfilmt werden sollten (und ich meine jetzt hier wirklich als Film, da es ja eigentlich zuvor bereits eine Serie war), dann fände ich es jedenfalls toll, wenn direkt dieselben Darsteller beibehalten werden würden. 
Das Hörspiel zu Neverwhere war für mich eine ganz neue Erfahrung ein Buch zu erleben. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Hörbuch muss man sich etwas mehr auf das Geschehen konzentrieren, doch durch die gelungene Darstellung und die spannende Geschichte ist man auch kaum versucht sich ablenken zu lassen. Ich hatte das Hörspiel innerhalb von wenigen Tagen durchgehört und dann direkt noch einmal von vorne angefangen, so gut hat mir die Geschichte von Richards Abenteuern in London Below gefallen. 
 Titel: Neverwhere
Autor: Neil Gaiman
Adaptiert von: Dirk Maggs
Erschienen: 5. September 2013
Gesamtspielzeit: 228 Minuten
ISBN: 9781471316470
Neil Gaiman is the acclaimed creator of the graphic novel series SANDMAN and of such novels for children as Coraline and for adults as American Gods. His comics and novels have sold in their tens of millions. Like Terry, his works have been widely adapted for stage and screen, and also like Terry, he is the winner of multipleprizes, including the Carnegie Medal. Unlike Terry, he has never been awarded a knighthood for services to literature, although his mother thinks that sooner or later the Queen will read one of his books and immediately knight him if she likes it, and that to be on the safe side he should leave out the rude words. He does have the Newbery Medal, though. (Quelle: Penguin Randomhouse)

Samstag, 4. März 2017

{Rezension} Eis wie Feuer von Sara Raasch

Quelle

*Warnung: Dies ist der zweite Teil einer Trilogie, die Rezension enthält Spoiler für den ersten Teil!*
Drei Monate ist es her seit Meira und ihre Verbündeten Angra besiegt haben, doch obschon Meira eigentlich glücklich sein sollte ihr Königreich befreit zu haben kämpft sie mit ihrer neuen Rolle als Königin. Zudem hat sie immer mehr das Gefühl, dass Winter nicht wirklich frei ist und der König von Cordell ihre Abhängigkeit ausnützen wird. Als in einer der Mienen von Winter die Quelle der Magie gefunden wird, ist Prinz Theron begeistert, doch Meira fürchtet sich vor der Macht die dadurch freigesetzt werden könnte. Schliesslich erlebt sie am eigenen Körper wie schwierig ist es Magie zu kontrollieren...
Wie schon beim ersten Teil hat mich Eis wie Feuer als erstes durch sein wunderschönes Cover überzeugt. Anders als beim ersten Teil fiel mir jedoch der Einstieg in die Geschichte ziemlich schwer, was wohl zu einem grossen Teil daran lag, dass ich mich nur noch vage an die Handlung des ersten Teils und so gut wie gar nicht mehr an die Figuren erinnern konnte. Mit der Zeit konnte ich mir zwar das meiste zusammenreimen, dennoch musste ich Google nach einer Zusammenfassung von Schnee wie Asche befragen um schliesslich ohne Verwirrung wieder richtig in die Geschichte eintauchen zu können.

Nach dem ersten Teil hatte ich mir gewünscht mehr über die interessante und komplexe Welt die Sara Raasch geschaffen hat zu erfahren und durch Meiras Reise in mehrere der anderen Länder Primorias lernt man die Welt eindeutig um einiges besser kennen. Mir hat dabei gut gefallen, dass die Länder alle sehr unterschiedlich und einzigartig sind und keines davon komplett gut oder schlecht ist. Zudem erhält man auch einen etwas grösseren Einblick in die Politik dieser Länder.

Eigentlich wäre all dies durchaus interessant gewesen, doch obschon Meira eigentlich ein klares Ziel auf ihrer Reise hatte kam mir die Handlung doch irgendwie etwas ziellos vor und mir hat leider die Spannung gefehlt. Dies lag auch zu einem grossen Teil daran, dass ich einfach keine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte und so nie richtig mit ihnen mitgefiebert habe. 

Die Nebenfiguren blieben unglaublich blass, bis auf Mather und Theron konnte mich auch kaum mehr an sie erinnern. Die Liebesgeschichte konnte mich auch gar nicht begeistern, besonders das Liebesdreieck welches immer noch bestehen bleibt und sehr gezwungen wirkt. Einzig Ceridwen, die man in diesem Teil neu kennen lernt war mir sofort sympathisch und ich habe mir ehrlich gesagt öfters gewünscht die Geschichte wäre aus ihrer Sicht, statt aus Meiras erzählt. 

Mit Meira hatte ich in diesem Teil nämlich leider auch so meine Probleme. Einerseits konnte ich durchaus verstehen, dass sie noch etwas Schwierigkeiten hat sich in ihrer neuen Rolle zurecht zu finden, jedoch ist sie die grösste Zeit der Geschichte über einfach viel zu passiv. Obschon sie befürchtet Angra könnte noch am Leben sein oder das Cordell Winter einnehmen könnte tut sie kaum etwas dagegen und ist vielmehr ständig am Jammern. Nur selten kann man in ihr die Kämpferin mit dem starken Willen, welche eigenhändig ihr Volk befreit hat, erahnen.

Eis wie Feuer ist mit fast 550 Seiten nicht gerade dünn und während die Geschichte schon im ersten Teil einige Längen hatte, wurde die Geschichte dieses Mal leider erst auf den letzten gut 100 Seiten wirklich spannend, was ich sehr schade fand. Insgesamt kam mir dieser Teil schlicht wie eine lange Überleitung zum Abschlussteil vor, in dem über lange Strecken hinweg leider kaum etwas Interessantes geschieht.
Leider hat mir die Fortsetzung nicht so gut gefallen, wie damals Schnee wie Asche. Obschon ich mir nach dem ersten Teil gewünscht hatte die Welt noch etwas mehr entdecken zu können und man dies in diesem Teil eindeutig tut, geschah mir ansonsten einfach nicht genug. Zudem hatte ich auch so meine Probleme mit Meira, die für mich in diesem Teil einfach zu passiv blieb und nur noch vage an die starke Protagonistin, zu der sie sich im Verlauf des ersten Teils entwickelt hatte, erinnerte. 
 Titel: Eis wie Feuer
Originaltitel: Ice Like Fire
Autorin: Sara Raasch
Übersetzerin: Antoinette Gittinger
Verlag: cbt Verlag
Erschienen: 09. Januar 2017
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3-570-31120-2
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt ist. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie handgezeichnete Bilderbücher an den Mann. Ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie immer noch zu tollkühnen Aktionen. Schnee wie Asche, ihr Debütroman, schaffte es sofort auf die New York Times-Bestsellerliste. (Quelle: cbt Verlag)

Freitag, 24. Februar 2017

{Rezension} Götterfunke - Liebe mich nicht von Marah Woolf

Quelle
Wie jeden Sommer fährt Jess zusammen mit ihrer besten Freundin Robyn für ein paar Wochen in ein Camp in die Ferien. Dieses Jahr freut sie sich besonders darauf ihrem Alltag etwas zu entkommen, denn ihr Familienleben ist zurzeit ein einziges Chaos. Doch schon bevor Jess und Robyn im Camp ankommen geschieht etwas Merkwürdiges. Jess hat einen unglaublich echt wirkenden Traum, in dem sie beinahe bei einem Autounfall stirbt, doch ein Junge mit unglaublich grünen Augen rettet sie. Als sie im Camp Cayden trifft kann sie ihren Augen kaum trauen, denn er ist der Junge aus ihrem Traum...
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich "Götterfunke - Liebe mich nicht" gegenüber etwas skeptisch war. Erstens war da das Cover, welches mich mit dem ganzen Rosa und Glitter nicht so ganz überzeugen konnte. Zweitens war da der Untertitel "Liebe mich nicht", welcher meine Befürchtung, dass mich eine ziemlich kitschige Geschichte erwartet, weiter verstärkte. Dennoch wollte ich das Buch unbedingt lesen und zwar aus dem einfachen Grund, dass auch das Wort "Götter" im Titel vorkommt und Jugendbücher die irgendetwas mit griechischer Mythologie zu tun haben eindeutig eine meiner Schwächen sind.

Auch wenn man ein Buch ja eigentlich nicht nach dem Äusseren bewerten sollte, muss ich hier zugeben, dass sich mein erster Eindruck ziemlich genau bestätigt hat. Die Geschichte ist voller Liebesdrama und hormongesteuerter Teenager (sowie Götter), doch auch wenn ich teilweise echt meine Augen verdrehen musste und die Figuren am liebsten angeschrien hätte, fühlte ich mich insgesamt doch bestens unterhalten. 

Mein liebster Teil der Geschichte waren, wenig überraschend, die mythologischen Elemente. Diese wirkten wirklich gut recherchiert und ich fand es toll, dass es hinten im Buch auch ein kleines Glossar hat, wo man noch etwas mehr über die Götter erfährt und wo die Autorin auch schreibt, was sie selbst zu den Mythen dazu gedichtet hat. Mir hat auch gefallen, dass mit Prometheus eine Figur im Zentrum steht über die ich bisher eher wenig wusste. 

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, dieser ist sehr locker und flüssig und die Dialoge teilweise richtig schön bissig und humorvoll. Auch die kleinen Zwischenkapitel aus der Sicht von Hermes haben mir in dieser Hinsicht super gefallen. Die Geschichte war erstaunlicherweise auch richtig fesselnd, auch wenn ein grosser Teil der Handlung aus Liebesdrama und ständigem hin- & her besteht, zeigt sich doch, dass im Hintergrund noch etwas Grösseres geschieht und die Geschehnisse rund um Agrios bringen Spannung in die Geschichte. 

Etwas, was mir aber leider wirklich nicht besonders gut gefallen hat waren die Charaktere. Alle bleiben recht oberflächlich und machen eigentlich kaum eine Entwicklung durch. Jess, die Protagonistin, hat eigentlich kaum je irgendetwas anderes als Cayden im Kopf. Ihre beste Freundin Robyn entpuppt sich innert kürzester Zeit als riesige Zicke, die ebenfalls Cayden anschmachtet, obschon sie eigentlich einen Freund hat, der sogar ebenfalls im Camp ist. Cayden selbst ist ein ziemlicher Idiot, dessen Handlungen ich irgendwie nicht wirklich nachvollziehen konnte (selbst wenn man alles mit der "Wette", die er mit Zeus hat versucht zu erklären, machen gewisse Dinge keinen Sinn). 

Die restlichen Figuren, wie Leah, Josh, Apoll und Athene, welche eigentlich recht sympathisch waren, blieben leider ausnahmslos ziemlich blass. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Figuren im nächsten Teil etwas mehr Tiefe erhalten und es nicht mehr scheint als wäre das Einzige, was sie im Kopf haben mit allem und jedem zu flirten. 
Götterfunke bietet kurzweilige Unterhaltung und konnte mich insbesondere durch die mythologischen Elemente überzeugen. Für meinen Geschmack gab es jedoch auch etwas zu viel Liebesdrama und die Charaktere blieben mir durchgehend zu oberflächlich. Dennoch bin ich auch gespannt auf den zweiten Teil, da besonders bei der Geschichte rund um Agrios noch einige Fragen offen bleiben, deren Antwort mich sehr interessieren würden...
 Titel: Götterfunke - Liebe mich nicht
Autorin: Marah Woolf
Verlag: Dressler
Erschienen: 20. Februar 2017
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3-7915-0029-4
Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich 2011 mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans einen großen Traum. Ihre Bücher wie eo3 FederLeicht-, die MondLicht- und die BookLess-Saga haben sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million mal verkauft. (Quelle: Dressler Verlag)